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Universität Graz Pollenwarndienst für die Steiermark Neuigkeiten Hohe Temperaturen bringt Gewitter und Gräserpollen
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Dienstag, 26.05.2026

Hohe Temperaturen bringt Gewitter und Gräserpollen

Dactylis glomerata

Die Woche startet in der Steiermark sonnig und heiß mit Temperaturen über 30 °C, wodurch der Gräserpollenflug stark zunimmt. Vor allem frühblühende Gräser sorgen derzeit für eine mäßige bis hohe Belastung, besonders in der Nähe von Wiesen und Wegrändern. Zusätzlich blühen Wegerich, Ampfer und erstmals auch Brennnesseln. Gewitter am Mittwoch können durch das Aufplatzen von Pollen kurzfristig zu starken Belastungsspitzen führen. Die aktuell sichtbare Pappelwatte ist hingegen allergologisch unbedenklich – Hauptauslöser der Beschwerden bleiben die Gräserpollen.

 

Hohe Temperaturen, Gewitter und Gräserpollen!

Die Woche beginnt sonnig in der Steiermark, wobei die Tageshöchsttemperaturen über 30 °C erreichen können. An diesen Tagen müssen sich Pollenallergiker:innen auf intensiven Pollenflug und eine mäßige bis hohe Belastung einstellen. Am Mittwoch kann es im bergigen Westen der Steiermark regnen. Dieser Regen kann lokal für etwas Entlastung sorgen. In der Ost- und Südsteiermark bleibt es heiß. Hier können am Nachmittag Hitzegewitter niedergehen.

In der Steiermark stehen die frühblühenden Gräser inzwischen in Vollblüte. Dazu zählen Trespe, Mäusegerste, Glatthafer, Rispen-, Ruch-, Weidel-, Knäuel- und Fuchsschwanzgräser. Sie werden in den sonnigen Phasen für deutliche Belastungen sorgen. In den höheren Lagen nimmt die Zahl der blühenden Gräser stetig zu und wird im Laufe der Woche weiter zunehmen. Erhöhte Pollenkonzentrationen treten im direkten Umfeld von Wiesen und Wegrändern auf. Ebenfalls in Blüte stehen Wegerich und Ampfer, die die Belastung zusätzlich verstärken können. Auch die Brennnessel hat zu blühen begonnen.

Achtung: Vor Gewittern mit erhöhter Blitzaktivität kann es zum Aufplatzen von Pollen kommen. Dadurch können große Mengen an Allergen in die Luft gelangen, was zu sehr spontanen Belastungsspitzen führen kann, die nicht zwingend mit dem Pollenflug korrelieren.

Aktuell ist die Pappelwatte sehr präsent. Dabei handelt es sich um die Samen und die Samenhaare (also die Früchte) der Pappel. Allergische Reaktionen kann die Pappelwatte daher nicht auslösen. Dennoch erreichen uns sehr häufig Meldungen über Beschwerden, die angeblich durch Pappelwatte verursacht wurden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Pappelsamen mit dem freien Auge sichtbar sind. Verantwortlich für diese Belastungen ist jedoch der Pollen der Gräser, der zur Zeit für das Hauptallergen verantwortlich ist.

In der Steiermark klingt die Blüte von Eiche und Buche mit geringen Pollenkonzentrationen aus.

In Lagen über 1.000 Metern Seehöhe blühen die Grün-Erlen. Hier liegt auch der Belastungsschwerpunkt. Da es diese Woche sonnig bleibt, können bei passender Windrichtung Pollen in die Niederungen und Täler verfrachtet werden. Dies kann Personen, die auf Birkengewächse sensibilisiert sind, belasten. 

In den Niederungen der Steiermark blühen nun die Linden. Da ihre Blüten auf Insektenbestäubung angepasst sind, sind sie generell eher selten in der Luft zu finden. Allerdings kann ihr Blütenduft bei empfindlichen Personen die Atemwege reizen.

Die Pilzsporen haben an Relevanz gewonnen, sodass bereits erste allergierelevante Mengen in der Luft sind, die sensibilisierte Personen belasten werden.

Neben den genannten Pollentypen sind derzeit auch Fichte, Kiefer, Doldenblütler, Holunder, Rosskastanie, Schmetterlingsblütler, Walnuss und Zypressengewächse im Pollenspektrum vertreten. Von ihnen geht jedoch nur ein sehr geringes allergenes Potenzial aus.

Für den Inhalt verantwortlich

AZ Pollen Research GmbH
in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung.
Dr. rer. nat. Johannes M. Bouchal, Lukas Dirr, MSc und Mag. Pramod Harvey.

Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
zum Team

 

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